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reticon Bildung und Neue Medien
reticon - Bildung und Neue Medien
Donnerstag, 20.11.2008
TV

Die Kaffeezubereitung.
Weiterführende Internetseite
Länge: 120 Minuten
Kategorie: Gesellschaft

TV

Odysso - Wissen entdecken

22:00 Uhr | SWR RP

"Ohne Muskeln geht gar nichts. Sie sind die beste Medizin für Psyche und Köper. Daher ist es extrem wichtig, sie bis ins hohe Alter zu fordern. Entscheidend ist jedoch, wie. Aber gerade ältere Menschen trainieren oft völlig falsch. Das ist fatal, denn Muskeln ermöglichen nicht nur Bewegung, sondern beeinflussen den gesamten Körper und halten ihn gesund. Sie beeinflussen die Stimmung und das Denken. Bei jeder Bewegung wird ein Stoff produziert, der ganz direkt die Gedächtnisleistung verbessert. Und: Muskelarbeit schützt vor Krankheiten wie z. B. Diabetes und Osteoporose. Odysso berichtet über die enorme Heilkraft der Muskeln und zeigt, wie man mit dem richtigen Training fitter, jünger und glücklicher wird." (Quelle: SWR RP)
Kategorie: Gesellschaft

Freitag, 21.11.2008
TV

"Susanne, 44 Jahre alt, ist nie spontan. Seit 25 Jahren ist sie ein zwischen Stummheit und Starre gefangener Mensch. Ihr Denken und Handeln wird von einer zwanghaften psychischen Erkrankung bestimmt. Wenn man sie etwas fragt, antwortet Susanne oft minutenlang nicht und verharrt in einer Zimmerecke. Nachdem ihre Mutter mit der Situation überfordert war, Medikamente und Klinikaufenthalte weitgehend erfolglos blieben, fand sich eine Großfamilie aus München, die bereit war, die psychisch kranke Frau bei sich aufzunehmen. Inzwischen sind mehr als 20 Jahre vergangen und Susanne ist heute länger krank als sie jemals gesund war. Die Autorin begleitet Susanne und die Familie bei ihrem alltäglichen Zusammenleben und spürt gleichzeitig der Frage nach, wie die Zwänge entstanden sind. Mit überraschender Ironie und einer feinen Selbstwahrnehmung spricht Susanne über ihre Krankheit, die möglichen Auslöser und die Frage, ob sie den Mut hat, wieder völlig gesund zu werden. Eine respektvoll verharrende Kamera dokumentiert das liebevolle, aber auch ehrliche und konfliktreiche Miteinander in dieser ungewöhnlichen, karitativen Großfamilie. Als ich Susanne das erste Mal traf, war ich verunsichert, denn sie sprach nicht mit mir, erinnert sich die Filmstudentin Saara Aila Waasner. Trotzdem war diese Begegnung so eindrucksvoll und überraschend, dass ich mich entschied, Susanne und die Familie mit der Kamera zu begleiten.[...]" (Quelle: WDR)
Kategorie: Gesellschaft

Samstag, 22.11.2008
TV

"Das Deutsche Museum ist mit rund 1,4 Millionen Besuchern pro Jahr nicht nur das meistbesuchte Museum Deutschlands, sondern auch eines der größten Technik-Museen der Welt. Doch trotz des großen Besucherandrangs ist weitgehend unbekannt, was hinter den Kulissen des berühmten Hauses vor sich geht. Einerseits kämpft das in die Jahre gekommene Museumsgebäude gegen den Zerfall, andererseits stellt sich der Betrieb dem rasanten technischen Fortschritt und geht erstaunlich moderne Wege. Schon längst beschränkt sich das Museum nicht mehr nur auf das Sammeln und Ausstellen von Exponaten, sondern gehört auch zu den international führenden Standorten für Wissenschaft und Technik. Von der Innovationsforschung über die Nanotechnologie bis zu neuesten Kniffs der Wissensvermittlung reicht der Bogen dieses Tempels der Naturwissenschaft. Denn den Besuchern soll auf immer neue Art Einblick in vergangene und aktuelle Kulturen sowie in die moderne Wissenschaft vermittelt werden. Autor John Kantara war für Expedition Wissen dort, wo Außenstehende normalerweise keinen Zutritt haben und blickt hinter die sonst verschlossenen Türen des aufregenden Museumsbetriebs, wo an wegweisenden Forschungsprojekten gearbeitet wird." (Quelle: ZDFdokukanal)
Kategorie: Gesellschaft

TV

"Das Buch Exodus beschreibt in der Bibel eine martialische Heuschreckenplage, die über Ägypten hereinzog. Solche Heuschreckenplagen existieren auch in unserer Zeit in Australien und Teilen von Afrika. Sie fressen ganze Landstriche ab und zerstören die Ernten der Bauern. Alle Versuche, sie zu bekämpfen, sind jedoch bisher nicht erfolgreich gewesen. Der Mensch ist machtlos dagegen." (Quelle: ZDFdokukanal)
Kategorie: Gesellschaft

Sonntag, 23.11.2008
TV

Reporter im Krieg

23:30 Uhr |  PHOENIX

"Schon seit mehr als einem Jahrhundert werden die Medien für den Krieg instrumentalisiert. Der Panama-, Grenada- und der Falkland-Krieg haben schließlich gezeigt, dass Fernsehübertragungen aus Krisengebieten noch immer dazu führen, die politische Führung und den zeitlichen Verlauf von militärischen Auseinandersetzungen mit zu prägen. Das zeigte sich auch im Iran-Irak-Krieg 1980 bis 1988 sowie in Jugoslawien. Im Gegensatz dazu wurde der dritte Golfkrieg zu einem reinen Medienspektakel. Dass die Präsenz von den Medien nicht immer auf positive Resonanz stößt, verdeutlichen die Stimmen der humanitären Einrichtungen. Diese beklagen Sensationsgier und Vereinfachung der Sachlage. Journalisten argumentieren dagegen, indem sie jeglichen Einfluss auf den Verlauf eines Krieges abstreiten. Sie hätten die Aufgabe, einen Krieg zu dokumentieren und sähen sich für die Konsequenzen der Kriegsberichterstattung nicht verantwortlich. Allerdings sind es auch die Reporter, die - mit neuesten technischen Geräten ausgestattet - direkt vom Schlachtfeld berichten, so dass dahingestellt bleiben muss, ob sie die Wahrheit berichten oder Lügen auftischen. Medien haben also einen gewaltigen Einfluss auf Politik und somit aufs Kriegsgeschehen. Aufstände und Kriege wie in Mogadischu und Haiti machen das nur allzu deutlich. Ob es so weitergeht, bleibt fraglich. Wie der Irak-Krieg gezeigt hat, läuft das Geschäft mit der Live-Übertragung von Sieg und Niederlage. Und wenn sich daran etwas ändern soll, müssen die Reporter selbst dafür eintreten." (Quelle: PHOENIX)
Kategorie: Gesellschaft

Montag, 24.11.2008
TV

hitec

21:30 Uhr |  3sat

"hitec-Autorin Annika Schipke stellt in der Dokumentation Schwimmende Städte. Neue Heimat auf dem Wasser die Visionen von Architekten und Wasserplanern für die Landgewinnung auf dem Wasser vor. Futuristische Wohnkomplexe aus Glas, die durch breite Gehwege miteinander verbunden sind, erheben sich in der Floating City IJmeer aus dem Wasser. Wenige Kilometer entfernt von Amsterdam soll eine neue Siedlung entstehen. Das Besondere: Die Floating City hat keinen festen Boden unter sich und befindet sich mitten im Ijsselmeer - gebaut auf schwimmenden Elementen, die auf der Wasseroberfläche treiben. Es ist eine neue Art der Landgewinnung in Zeiten der Verstädterung und des Klimawandels. Dort, wo steigende Wasserpegel drohen, Zentren von Naturkatastrophen betroffen sind, und Ballungsräume vor dem Kollaps stehen, sind Menschen gezwungen, auf das Wasser auszuweichen. Vorreiter sind die Niederlande, eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Ganze Regionen liegen dort unter dem Meeresspiegel, die an das Meer verloren zu gehen drohen, wenn der Meeresspiegel, wie prognostiziert, steigt. Wir dürfen das Wasser nicht länger als Feind betrachten, wir müssen es zu unserem Partner machen, beschreibt Pavel Kabat, Leiter des nationalen Klimaprogramms, die neue Strategie des Landes. Sie wird die Stadtplanung nachhaltig verändern. Künstliche Inseln, wie sie vor der Küste von Dubai aufgeschüttet werden, sind eine Möglichkeit, im Wasser neue Lebenswelten zu schaffen. Doch schwimmende Elemente gelten als flexibler - und umweltfreundlicher. [...]" (Quelle: 3sat)
Kategorie: Gesellschaft

TV

Im Schatten der Blutrache

23:45 Uhr | NDR

"Am 26. August 2002 stirbt in Bielefeld auf offener Straße ein junger Kurde durch 22 Schüsse. Der Täter, Zalim M., wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Schlagzeilen ähneln denen anderer Ehrenmorde. Der unversöhnliche Hass zweier Familien aufeinander endet mit einer Bluttat. Der Mörder wird gefasst und landet im Gefängnis. Für die Öffentlichkeit ist der Fall damit abgeschlossen. Für die Mitglieder der verfeindeten Sippen fängt er gerade erst an. Im Schatten der Blutrache erzählt die Geschichte der Familie des Täters. Zwei Jahre lang begleiten die beiden Filmemacherinnen Zalim, seinen Bruder Adil, seine Schwester Gülnaz und deren Tochter Evelyn - vier Menschen, von denen jeder auf seine Weise in den Fall verstrickt ist. Vier Schicksale, in denen sich die Tragik der Blutrache spiegelt. Alles begann mit Gülnaz, Zalims Schwester. Sie ist als Einzige von neun Geschwistern eine erfolgreiche Unternehmerin, die mit den Einnahmen aus ihrer Fahrschule die Familie ernährt. Gülnaz reicht nach 22 Jahren Ehe die Scheidung ein, weil ihr Mann sie immer wieder schlägt und demütigt. Damit verletzt sie den Stolz ihres Mannes und seiner Familie. Ihr Bruder Adil steht ihr bei und zieht damit den Zorn der anderen Familie auf sich, der Familie von Gülnaz Mann. Aus Verwandten werden Todfeinde. Von nun an legt sich die Blutrache wie ein Fluch über die Familie. Ihre Freiheit hat Gülnaz gewonnen, doch die ganze Familie bezahlt den Preis [...]." (Quelle: NDR)
Kategorie: Gesellschaft

Dienstag, 25.11.2008
TV

"Wir wissen mehr als wir denken. In unserem Unterbewussten lagern riesige Wissensschätze. Jeden Tag vertrauen wir diesem Gespür: unserer Intuition. In Gesprächen lässt sie uns wie traumwandlerisch den richtigen Ton finden, oder sie lässt uns nie da gewesene Situationen einschätzen, ohne dass wir unsere Reaktionen rational begründen könnten. Der Film begibt sich auf die Spuren der Intuition. Aspekte der Evolutionsgeschichte spielen dabei eine Rolle, aber auch die moderne Forschung, wie beispielsweise am Max Planck Institut für Bildungsforschung in Berlin, wo versucht wird, die Kraft des Unbewussten zu enträtseln. Im Film kommen außerdem Menschen in Unternehmen zu Wort. Es wird versucht zu erkunden, welche Rolle die Intuition bei ihrer täglichen Arbeit spielt." (Quelle: ZDFdokukanal)
Kategorie: Gesellschaft

Mittwoch, 26.11.2008
TV

Rätselhafte Heilung

20:15 Uhr |  SWR RP

"Ist es möglich, dass Patienten in Träumen den Weg zur ihrer Genesung finden? Kann Hypnose körperliche Erkrankungen heilen? Ist es denkbar, dass Menschen gesund werden, weil ihnen ein Arzt die Hände auflegt? Wie groß ist die Macht von Geist und Seele in der Medizin? Die Dokumentation von Joachim Faulstich zeigt eindrucksvolle Patientengeschichten: Menschen, denen die Schulmedizin nicht helfen kann, werden plötzlich gesund - auf ungewöhnlichen Wegen. Der neunjährige Gabriel Stobbe etwa litt nach einer Hirnoperation jahrelang unter Kopfschmerzen und Schwindelanfällen - bis ihn eine Ärztin mit einer jahrtausendealten Methode heilte. Thomas Mienert war nach einem Schlaganfall gelähmt und nahm die Hälfte der Welt nicht mehr wahr - bis ihn eine Therapeutin auf eine innere Reise schickte. Armin Schütz hatte Hautkrebs, und überall in seinem Körper wucherten Metastasen. Armin Schütz fand seinen persönlichen Schlüssel zur Heilung - und überlebte. Der Film ist medizinischen Wundern auf der Spur sei es in Kliniken und in Arztpraxen, sei es bei Hypnotherapeuten und Heilern oder im Gespräch mit Patienten. Für manche der erstaunlichen Heilungsgeschichten gibt es heute schon eine wissenschaftliche Erklärung. Aber noch immer bleibt ein Geheimnis, das Forscher zu ergründen versuchen. In ihren Experimenten zeigt sich, dass der Geist, die Seele, das Bewusstsein bei Heilungen offenbar eine größere Rolle spielen, als die meisten Ärzte im Alltag glauben." (Quelle: SWR RP)
Kategorie: Gesellschaft

TV

"Die Ölreserven der Welt werden knapp und die instabile geopolitische Lage lässt den Rohöl-Preis in die Höhe schnellen. Der fortschreitende Treibhauseffekt zwingt selbst Öko-Skeptiker zum Umdenken. Überall sucht die Wissenschaft nach Alternativen. In Brasilien entwickeln Forscher erfolgreich Biokraftstoffe. Seit den Siebziger Jahren fährt Brasilien bereits mit Ethanol, dem aus Zuckerrohr hergestellten Alkohol. 80 Prozent der neu zugelassenen Pkws fahren in Brasilien mit einer Flex-Fuel genannten Technik, die es ermöglicht, mit Benzin und Ethanol gleichzeitig zu fahren. Ethanol ist an allen Tankstellen verfügbar und zudem billiger und umweltfreundlicher als Benzin. Die Produktion von Bioethanol wird in Brasilien mit modernster Technik geplant. Brasilianische Landwirte bauen außerdem Pflanzen an, aus denen Biodiesel hergestellt wird. Die Dokumentation verfolgt Erforschung und Herstellung vom grünen Treibstoff bis hin zur Entwicklung von leistungsfähigen Motoren. Sie thematisiert auch ökologische und soziale Aspekte der Biotreibstoff-Programme." (Quelle: ZDFdokukanal)
Kategorie: Gesellschaft

Freitag, 28.11.2008
TV

Dienen bei der NVA

20:15 Uhr |  PHOENIX

"Der erste Teil der Reihe über die Geschichte der Nationalen Volksarmee beschäftigt sich mit den Aufbaujahren und der Formierung der NVA bis Ende der 60er Jahre. Seit Gründung der Nationalen Volksarmee 1956 mussten insgesamt 2,5 Millionen junge Männer den grauen Waffenrock der NVA tragen. In den ersten Jahren wurde noch auf das Freiwilligenprinzip gesetzt. Soldaten verpflichteten sich für zwei Jahre, Offiziere für zehn Jahre, den Arbeiter- und Bauernstaat mit dem Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Doch schon kurz nach dem Mauerbau trat das Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht in Kraft. Für die Rekruten war das, was offiziell gerne als Ehrendienst verkauft wurde, in der Regel nicht mehr und nicht weniger als ein notwendiges Übel, dem man nicht entkommen konnte. Der Film setzt vor allem auf Zeitzeugen, die das Dienen bei der NVA unmittelbar und direkt erlebt haben. Die Geschichte der NVA, erzählt aus der Perspektive ehemaliger Rekruten, rückt Dimensionen und Aspekte des Soldatendaseins ins Blickfeld, die oft übersehen werden, und berichtet vom Alltag der Armee vor dem Hintergrund historischer Ereignisse zu Zäsuren." (Quelle: PHOENIX)
Kategorie: Gesellschaft

TV

Dienen bei der NVA

21:00 Uhr | PHOENIX

"Dieser Teil der Dokumentation betrachtet die Zeitspanne von Anfang der 70er Jahre bis zum letzten Zapfenstreich 1990, als die NVA zusammen mit dem Arbeiter- und Bauernstaat abgewickelt wurde. Das Ende der DDR war auch das Ende der NVA. Anfang der 70er Jahre war die NVA zu einer relativ schlagkräftigen, modernen Armee im Rahmen der östlichen Militärkoalition herangewachsen. Unter Honecker, der 1971 zum obersten Dienstherren der NVA aufgestiegen war, wurde die Truppe schließlich zu einer Art Musterschüler der Sowjet-Armee: neue Kasernen, neue Waffensysteme, Verbesserung der Besoldung. Das Image der NVA aus Sicht der Wehrpflichtigen verbesserte sich jedoch kaum. Die Bereitschaft, länger zu dienen als die obligatorischen 18 Monate war weniger dem NVA-Dienst als Ehrendienst als vielmehr in den verbesserten Chancen bei der beruflichen Weiterbildung begründet. Anfang der 80er Jahre aber drohte der Ernstfall mit der Demokratie-Bewegung in Polen. Im Dezember 1980 wurden NVA-Verbände in erhöhte Gefechtsbereitschaft versetzt und warteten marschbereit auf ihren Einsatzbefehl nach Polen. Neun Jahre später, im Herbst 1989, wurden NVA-Truppenteile erneut auf einen Ernstfall vorbereitet. Diesmal sollten sie gegen das eigene Volk eingesetzt werden. Die Ereignisse überschlugen sich, auch innerhalb der NVA. Es kam zu Streiks und Befehlsverweigerungen. Im März 1990 wurde Rainer Eppelmann, ein Zivilist und ehemaliger Spatensoldat Minister für Abrüstung und Verteidigung. Noch im Juli 1990 wurde ein neuer Fahneneid eingeführt, doch wenige Monate später wurden alle Soldaten aus dem geleisteten Eid entlassen." (Quelle: PHOENIX)
Kategorie: Gesellschaft

TV

Dienen bei der NVA

21:45 Uhr | PHOENIX

"Mit der Geschichte der Bau- bzw. Spatensoldaten widmet sich der dritte Teil einem ganz besonderen Kapitel NVA-Geschichte. Bis heute ist kaum bekannt, dass es auch in der DDR die Möglichkeit gab, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Anfang der 60er Jahre drängten insbesondere die Kirchen auf eine Möglichkeit, den Dienst an der Waffe verweigern zu können, und so machte die DDR 1964 als einziges sozialistisches Land ein Zugeständnis der besonderen Art: Sie kreierte eine ganz spezielle Verweigerer-Variante. Die jungen Männer durften zwar den Dienst an der Waffe verweigern, nicht aber den Armeedienst. So wie alle anderen mussten die Verweigerer 18 Monate dienen, in der Uniform der NVA, als Soldaten ohne Waffe. Offizieller Dienstgrad: Bausoldat. Die Entscheidung, kein Gewehr in die Hand nehmen zu wollen, hatte für die Verweigerer nachhaltige Konsequenzen: Sie galten als Drückeberger, Staatsfeinde, Oppositionelle. Die beruflichen Perspektiven waren damit für viele weitgehend eingeschränkt. Studienplätze gab es für die Bausoldaten in der Regel nicht mehr. Trotz der Schikanen stieg die Zahl der Bausoldaten von Jahr zu Jahr. Ihr Los wurde zu DDR-Zeiten von den Medien ganz bewusst ausgeblendet. Viele DDR-Bürger wussten bis zuletzt nicht, dass es die Möglichkeit gab, den regulären Waffendienst zu verweigern." (Quelle: PHOENIX)
Kategorie: Gesellschaft

Dienstag, 02.12.2008
TV"Im alten Irland wussten alle noch, wo Gott hockt, und Ponys gehorchten, wenn der Hufschmied Disziplin verlangte. Die Werte der irischen Gesellschaft waren von der Scholle und von der Kirche geprägt. Inzwischen hat die Insel eine rasante ökonomische Umwandlung erlebt, mit all ihren Hochs und Tiefs. Die Iren sind reicher geworden, aber auch gehetzter und etwas kürzer angebunden - also ganz normal. Dafür stehen sie jetzt stundenlang im Stau und grämen sich über Häuserpreise. Sie sind zu bescheidenen Reichtum gekommen und haben plötzlich etwas zu verlieren und die Wirtschaft des Landes kommt nicht mehr ohne Gastarbeiter aus: Der keltische Tiger - Synonym für das rasante Wirtschaftswachstum - wandelt die Gesellschaft." (Quelle: DLF)
Weiterführende Internetseite
Länge: 55 Minuten
Kategorie: Gesellschaft
Radio

 Deutsche Arbeitsmigranten. "Für Deutsche ist die Schweiz das Auswanderungsland Nummer 1. Über 20.000 Bundesbürger zieht es jedes Jahr in die Alpenrepublik. Hinzu kommt eine große Anzahl von Pendlern. Seit die Schweiz das Abkommen über den freien Personenverkehr mit der EU unterzeichnet hat, strömen deutsche Ärzte und Krankenschwestern, Wissenschaftler und Bauarbeiter, Lehrer und Kellner in das kleine Nachbarland. Es ist eine Zwei-Klassen-Migration: Während die Hochqualifizierten an Hochschulen und in Krankenhäusern beste Arbeitsbedingungen vorfinden, hat sich im Baugewerbe durch deutsche Subunternehmen, vor allem Zeitarbeitsfirmen, ein Lohndumping eingeschlichen, das den Schweizer Gewerkschaften zu schaffen macht und den Zorn der Arbeitskollegen hervorruft. Aber auch an Hochschulen macht sich die Konkurrenz bemerkbar: Der Schweizer Nachwuchs klagt über fehlende Aufstiegschancen. Viele deutsche Migranten stoßen auf Ablehnung: Sie seien arrogant, schroff, autoritär." (DLF)
Weiterführende Internetseite
Länge: 45 Minuten
Kategorie: Gesellschaft

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